EZB will Politik früher als erwartet straffen.

In einem Artikel von Robert Holtzman, Mitglied des Gouverneursrats der Europäischen Zentralbank, im Eurofi Magazine wird auf die gestiegene Wahrscheinlichkeit hingewiesen, dass die EZB ihre Politik straffen wird. Dies könnte aufgrund des anhaltenden Inflationsdrucks in der Eurozone früher als erwartet geschehen. Der Artikel wurde am Vorabend der Sitzung der Europäischen Zentralbank veröffentlicht, deren Ergebnis von Analysten und Experten mit Spannung erwartet wird. Die europäische Regulierungsbehörde hat während der Coronavirus-Pandemie eine lockere Geldpolitik beibehalten, um die Wirtschaft vor ihren negativen Auswirkungen zu schützen. Bei der Vorstellung ihrer neuen Strategie im Juli erklärte die EZB, sie werde ihre ultralockere Politik fortsetzen. Allerdings hat sich die Inflation im Sommer deutlich beschleunigt. Aufgrund anhaltender Probleme in der Lieferkette, des Arbeitskräftemangels und der nachlassenden Verbrauchernachfrage hat sich der Rückgang schneller beschleunigt als erwartet. Vor diesem Hintergrund ist Holzman der Ansicht, dass eine Normalisierung der Politik früher möglich ist, als viele erwartet hatten. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die EZB am Ende der Septembersitzung den Beginn der Kürzung der Konjunkturmaßnahmen bekannt geben wird.

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