Ifo verschlechtert Wachstumsprognose für Deutschland

Ifo verschlechtert Wachstumsprognose für Deutschland

Die Analysten des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts verschlechterten die Wachstumsprognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr, da sich die industrielle Expansion aufgrund von Lieferstörungen im verarbeitenden Gewerbe verlangsamt. Ihre Schätzung für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2021 wurde auf 3,3 % von zuvor prognostizierten 3,7 % gesenkt. Zugleich haben sich die Wachstumserwartungen des Instituts für das kommende Jahr verbessert. Nun erwarten die Experten für 2022 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 4,3 %, während sie im März noch von einem Wachstum von 3,2 % ausgegangen waren. Ihr Bericht stellte Probleme bei der Lieferung von Rohstoffen fest, was die wirtschaftliche Erholung bremst. Engpässe bei Halbleitern beeinträchtigen die Produktion von Automobilunternehmen. In diesem Zusammenhang waren beispielsweise die deutschen Unternehmen Daimler und Volkswagen gezwungen, in einigen Werken die Arbeitszeit zu reduzieren. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Verzögerungen bei der Versorgung mit einer Reihe von Materialien erwartet das Institut einen Anstieg der Inflation auf 2,6 % im Jahr 2021 gegenüber 0,6 % im vergangenen Jahr. Für das nächste Jahr wird eine Abschwächung auf 1,9 % prognostiziert. Die Inlandsnachfrage wird sich verstärken und das Importwachstum ankurbeln, das in diesem und im nächsten Jahr die Exporte übersteigen könnte. Infolgedessen wird der deutsche Leistungsbilanzüberschuss in diesem Jahr auf 5,8 % der Wirtschaftsleistung sinken. Im Jahr 2022 wird der Wert auf 4,9 % sinken.

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